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Das kleine Domain 1x1

In unserer Serie "Das kleine Domain 1x1" stellen wir heute allgemeine Begriffe rund um das Thema Internet und dessen Verwaltung vor.



ccTLD

ccTLD steht für Country Code Top-Level-Domain, es handelt sich um eine lokalspezifische Domainendung. Es gibt insgesamt über 200 ccTLDs, wobei jedem Land anhand der ISO-Norm 3166 jeweils ein Kürzel zugewiesen ist. Die Endung für Österreich lautet z. B. .at.

Cybersquatting

Als Cybersquatting oder Domainsquatting wird das bewusste Registrieren von Begriffen als Internet-Domain-Namen bezeichnet, die dem Registrierenden eigentlich nicht zustehen. Dies wird z. B. oft im Zusammenhang mit geschützten Marken- oder Personennamen gemacht oder um Konkurrenten so den Zugriff auf bestimmte Domain zu blockieren.

Domain-Grabbing

Unter Domain-Grabbing versteht man die nicht zwingend missbräuchliche Registrierung einer Vielzahl von häufig juristisch unbedenklichen Domain-Namen. Es handelt sich dabei oft um Gattungsbegriffe oder Wörter des täglichen Gebrauchs in allen denkbaren Formen.

Domain-Parking

Viele Domain-Namen werden von ihren Inhabern nicht oder nicht sofort für einen Internetauftritt genutzt, sondern verweisen auf leere Webseiten. Oder sie stehen in einer der zahlreichen Domain-Handelsbörsen zum Verkauf. Als Domain-Parking bezeichnet man die vorübergehende Bestückung solcher Internetdomains mit Werbe- oder sonstigen Inhalten bis zu einer späteren Nutzung oder dem Verkauf der Domain. Das ermöglicht Domaininhabern, vorübergehend nicht benötigte Domains nicht ungenutzt zu lassen, sondern stattdessen z. B. durch die Schaltung von Anzeigen entsprechende Einnahmen zu generieren.

Domain-Scam

Der Begriff Domain-Scam beschreibt ganz allgemein eine Masche (engl. scam), mit der Betrüger versuchen, Domain-Inhaber durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Zahlung bestimmter - in der Regel unnötiger - Dienste zu veranlassen.

generic TLDs

Unter einer generischen Domain-Endung oder generic Top Level Domain (gTLD) ist eine Domain-Endung zu verstehen, die keine Länderdomain (ccTLD) wie z. B. .at ist. Sie ist ihrem Namensraum nach für einen bestimmten Verwendungszweck definiert, z. B. .com (ursprünglich für kommerzielle Inhalte), .net (für Netzwerke) oder .org (für Organisationen). Diese Domains stehen unter der direkten Kontrolle von ICANN und der Internet Society. Seit 2014 können zahlreiche neue generische Domain-Endungen (new gTLDs) wie z. B. .wien oder .bio registriert werden.

ICANN

Die ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) wurde 1998 in Kalifornien / USA als Non-Profit-Organisation gegründet. Sie nimmt seither als zentrale Regulierungsbehörde die Koordination des Domain Name Systems und die Zuteilung von IP-Adressen wahr.

Landrush-Verfahren

Um bei der Einführung neuer Domainendungen die Vergabe von Domains gerecht und technisch effizient zu gestalten, werden neue Domain-Endungen in der Regel durch eine gestaffelte Registrierung eingeführt. Hier wird unter anderem das Landrush-Verfahren angewendet. Die Landrush-Phase ist meistens zeitlich begrenzt und folgt auf die sogenannte Sunrise-Period, in der sich Markeninhaber und Namensträger bereits im Vorfeld ihren Domain-Namen sichern konnten. In der Landrush-Phase steht dann die Möglichkeit zur Registrierung jedermann offen, der seinen zeitlichen Vorsprung vor der freien Vergabe nützen möchte.

Registrar-Lock

Ein Registrar-Lock ist ein Status, der bei einer Domain gesetzt werden kann. Welcher Status unterstützt wird, hängt von der jeweiligen Vergabestelle ab. Für gTLD Domains wie z. B. .wien gelten u.a. folgende Status, welche durch den Domain-Registrar gesetzt und entfernt werden können.

  • clientDeleteProhibited – durch diesen Status können keine Löschungen durchgeführt werden.
  • clientHold – dieser Status verhindert, dass die Domain im DNS auflöst.
  • clientRenewProhibited – durch diesen Status können keine Verlängerungen durchgeführt werden.
  • clientTransferProhibited – durch diesen Status können keine Transfers durchgeführt werden.
  • clientUpdateProhibited – durch diesen Status können keine WHOIS-Updates durchgeführt werden.

Restore (Wiederherstellung)

Im Zusammenhang mit Domains bedeutet Restore, dass eine Domain nach ihrer Löschung wiederhergestellt werden kann. Dieses Verfahren ist bei allen gTLD Domains und einigen ccTLDs möglich.

Second-Level-Domain (SLD)

Domain-Namen sind hierarchisch von rechts nach links gegliedert. Der rechte Abschnitt nach dem letzten Punkt nennt man Top-Level-Domain (TLD). Den Abschnitt vor dem Punkt bezeichnet man als Second-Level-Domain (SLD) oder einfach „Domain“. Alle weiteren Namensteile links davon sind jeweils Sub- bzw. Third-Level-Domains usw.

Sub-Domains

Als Sub-Domain bezeichnet man eine Domain, welche in der Hierarchie unterhalb einer anderen liegt. Die Bezeichnungen gliedern sich in Sub- bzw. Third-Level-Domains, Fourth-Level, Fifth-Level, Sixth-Level usw. Das Anlegen von Sub-Domains ist z. B. sinnvoll, wenn unterschiedliche Zielseiten oder Server verwendet werden.

Suchmaschinen-Optimierung

Als Suchmaschinen-Optimierung bezeichnet man Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten im organischen Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen auf höheren Plätzen erscheinen.

Sunrise-Periode

Um bei der Einführung neuer Domainendungen die Vergabe von Domains gerecht und technisch effizient zu gestalten, werden neue Domain-Endungen in der Regel durch eine gestaffelte Registrierung eingeführt. In der Sunrise-Periode haben die Inhaber von Kennzeichnungsrechten (wie z. B. Marken) das Recht, ihre geschützten Bezeichnungen innerhalb eines begrenzten Zeitraums bevorrechtigt anzumelden. Erst in weiteren Phasen können Domains ohne Rechtenachweis registriert werden.

Top-Level-Domain (TLD)

Als Top-Level-Domain (von englisch top-level domain‚ Bereich oberster Ebene‘, Abkürzung TLD) bezeichnet man den letzten Abschnitt (rechts vom Punkt) einer Domain, das entspricht der die oberste Hierarchie einer Internet-Adresse. Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Top-Level-Domains: generische Top-Level-Domains (oder gTLD) – z.B.com, .net, .org und länderspezifische (country coded) und Top-Level Domains (oder ccTLD) – z.B. .at für Österreich. Seit 2014 können zahlreiche neue generische Domain-Endungen (new gTLDs) wie z. B. .wien oder .bio registriert werden.

Transfer-Kündigung

Als Domaintransfer wird die Verlagerung einer DNS-Domain zu einem neuen Registrar bezeichnet. Ein Domaintransfer ändert nichts an den Besitzverhältnissen der betroffenen Domain. Es wird dabei lediglich der Eintrag in der Registry-Datenbank geändert, der definiert, welcher Registrar für diese Domain und deren Inhaber zuständig ist.


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